Was ist Passwortermüdung?
Passwörter vergessen, dasselbe überall verwenden, in Notizbüchern aufschreiben — das ist Passwortermüdung. Es ist nicht nur lästig, sondern ein ernstes Sicherheitsproblem.
Das Symptom: Pasta aus Passwörtern
Ein typischer KMU-Mitarbeiter hat 9-12 verschiedene Konten: E-Mail, CRM, Buchhaltung, Cloud-Speicher, Slack, Banking, Lieferanten-Portale...
Wenn das menschliche Gedächtnis nicht ausreicht, beginnen Workarounds: dasselbe Passwort überall, Passwörter im Notizbuch, "P@ssw0rd1!", "P@ssw0rd2!"... oder das gefährlichste: per E-Mail an Kollegen geschickt.
Die Wurzelursache
Das Problem ist nicht "die Leute sind nachlässig". Das Problem ist Architektur. Jedes System hat seine eigene Datenbank, seine eigene Passwortregel. Wenn niemand mehr 9 verschiedene komplexe Passwörter merken kann, beginnt der Verfall.
Studien zeigen: 81% der Sicherheitsverletzungen beginnen mit kompromittierten Passwörtern. Und der häufigste Grund ist Passwortwiederverwendung — ein Leck irgendwo, alle Konten weg.
Die Lösung: 3 Schritte
1. SSO einführen: Ein Konto, alle Systeme. Sofortige Reduktion von 9 Passwörtern auf 1.
2. Passwort-Manager: Für externe Systeme, die nicht über SSO verbunden sind, einen Manager wie 1Password oder Bitwarden.
3. 2FA überall: Selbst wenn ein Passwort kompromittiert wird, schützt der zweite Faktor.